Fragst du dich auch immer wieder, weshalb es mit dem Veganismus so verdammt schleppend voran geht? Weshalb vegane Online-Unternehmen nicht wie Pilze aus dem Boden schießen und die "digitale Welt" nicht längst VEGAN ist?
Fragst du dich, weshalb immer noch über 95% der Bevölkerung Tierprodukte konsumieren obwohl das Leid der Tiere und die Auswirkungen auf die Umwelt längst überall bekannt sein sollten und wir alle Hebel zur Verfügung hätten, - nebst "Künstlicher Intelligenz" -das zu ändern? Bereits vor 10 Jahren äußerte Philip Wollen diesen bemerkenswerten Satz, der mich so inspiriert hat: "..aber zum Glück verändert sich die Welt. Twitter ist nicht länger Vogelgezwitscher und Google ist nicht Babies Bäuerchen" Wir nutzen diese Möglichkeiten einfach nicht. Schau dir hier gerne das Video an.
Ich weiß warum.
Während der Fuxxing Tierausbeuter nichts anderes als Zahlen und seinen Profit im Kopf hat, - seinen Fokus folglich zielstrebig ausgerichtet hat, - kämpfen die meisten von uns tagein , tagaus mit den heftigsten Emotionen.
Wenn es dir so geht wie mir, bist du den ganzen Tag mit emotionalen Triggern konfrontiert. Du siehst jedes Unrecht.
Morgens beim Gassigehen , die Frau mit dem toten Tier am Kragen. Sie schafft es, dich das erste Mal total aus der Fassung zu bringen. Hattest du nicht 3 Tage zuvor die PETA-Reportage über Pelztierfarmen gesehen und der Anblick des kleinen Fuchses, dem bei lebendigem Leib der Pelz abgezogen wurde, hat dich letzte Nacht im Traum verfolgt..?
Im Supermarkt das Gleiche...du schaust in jeden Einkaufswagen und bist soo frustriert,.. überall die billigsten Eier. Die wenigen Hühner, die das ausbeuterische System überlebt haben, hast du im letzten Video von "Rettet das Huhn" gesehen..
Die Teile des toten Kälbchens, dessen Leidensgeschichte SOKO in der letzten Aufdeckung dokumentiert hat, für 2,99€ per Kilo im Einkaufswagen und dein Kopfkino läuft schon vor dem Frühstück in Dauerschleife.
Der Einkaufswagenbesitzer sieht eigentlich sympathisch aus. Vor Jahren, bevor du vegan wurdest , hättest du ihn ganz okay gefunden. Heute ist er, gefühlt, eines dieser ignoranten, fleischfressenden Monster, dass du mittlerweile so verachtest und zu dem dir ausschließlich Negatives einfällt.
Diese Trigger können tief im Nervensystem und im Unterbewusstsein verankert werden und sich auf verschiedene Weise manifestieren, stelle ich bei mir fest.
Auf der anderen Seite erfahren wir Widerstände und negative Gedanken von den "ANDEREN" . Ablehnung oder Ignoranz sind für uns ja wahrlich keine Fremdworte.
Tief im Inneren und unbemerkt tauchen die ersten Selbstzweifel auf, wenn du dich fragst, ob dein Engagement für Tierrechte und Tierschutz wirklich einen Unterschied macht...und manchmal wünschst du dir, du hättest niemals in diesen Abgrund von Qual und Schmerz geschaut, den wir über die Tiere gebracht haben.
Ich erzähle dir sicher nichts Neues aber starke emotionale Reaktionen wie Wut, Angst, Frustration, Stress tragen natürlich NICHT dazu bei, kreativ zu werden.
Kreativität ist aber unlösbar mit Erfolg verbunden. Wenn dir die "richtigen Fragen" nicht einfallen, weil sich in deinem Kopf die Horrorszenarien stapeln, wirst du schwerlich konstruktive Gedanken entwickeln können.
Diese Trigger können btw. so intensiv sein, dass sie körperliche Reaktionen wie Hitze, Zittern oder Herzrasen auslösen und zu einer Art psychischer Lähmung führen, bei der Veganerinnen das Gefühl haben, handlungsunfähig zu sein.
Es kann schwierig sein, sich in solchen Momenten auf eine Sache zu konzentrieren, da sich alles in einem gegen die Handlung oder die Situation wehrt.
Irgendwie tröstlich, dass diese emotionalen Trigger für die meisten sensiblen, empathischen Menschen normal sind und dass besonders Veganerinnen ähnliche Erfahrungen machen.
Deshalb besteht die ultimative Lösung darin, sich mit anderen veganen Menschen zu vernetzen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Der Austausch von Erfahrungen und das Teilen von Emotionen kann helfen, die Blockaden zu lösen und neue Perspektiven zu gewinnen. Ein Verharren in destruktiven Gefühlen ist damit allerdings nicht gemeint.
Eher kann es hilfreich sein, sich weiterzubilden und gemeinsam aktiv für ein Ende der Tierausbeutung zu kämpfen.
Wir sind besondere Menschen. Deshalb ist es wichtig, sich selbst Mitgefühl und Geduld entgegenzubringen und sich bewusst zu machen, dass nur wir die Welt verändern können.
Wer sonst?

Über

Hallo 👋 Ich heiße Barbara und ich habe diesen Blog erstellt, weil ich keinen Tag länger zusehen kann, wie Tiere gequält werden.

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